Bereits 1875, ein Jahr nach Gründung des "Israelitischen Religionsvereins",
später "Israelitischen Religionsgemeinde Chemnitz", gründete sich der
"Israelitischen Frauenverein Chemnitz e.V", der sich besonderes sozialen
Aufgaben für Unterstützung von Frauen und Mädchen widmete.
Viele der Frauen übernahmen, das ist auch heute wieder so, verantwortliche
Aufgaben in anderen Gremien.

Im Juni 1939 wurde der Verein nach fast 65 jähriger erforderlicher Arbeit
durch die Nationalsozialisten zwangsweise aufgelöst.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands und der politischen Wende in der
ehemaligen Sowjetunion kamen auch hunderte Juden nach Chemnitz.
Bereits 1999 waren es über 300 darunter mehr als 100 Frauen.

Renate Aris, langjäriges Leitungsmitglied der Gemeinde organisierte 1999
die Wiedergründung des "Jüdischen Frauenvereins der Gemeinde Chemnitz", in
den 20 Frauen eintraten.

Die Aufgaben haben sich natürlich verändert. Hauptanliegen ist bis zum heutigen Tage, Integration,
Wissensvermittlung über jüdische Religion und Traditionen, Kontakte und Besuche von Frauenvereinen
anderer Jüdischer Gemeiden. Die monatlichen Zusammenkünfte dienen auch dem zwanglosen Gespräch
am gedeckten Tisch.

10 Jahre erfolgreiche Arbeit hat der "Frauenverein" am 2.September mit einem Besuch
der Synagoge und dem "Neuen Gemeindezentrum Ariowitsch-Haus" der Israelitischen Religiosgemeinde
Leipzig und einer Stadtrundfahrt begangen.

Der Frauenverein der Jüdischen Gemeinde Chemnitz ist Mitglied des "Judischen Frauenbundes in Deutschland"
mit Sitz Frankfurt a.M.

Der Frauenverein der Jüdischen Gemeinde lädt Frauen aller Altersgruppen ein, an den
Veranstaltungen teilzunehmen, die monatlich stattfinden. Im Programm des Frauenclubs finden sich
Vorträge und Gespräche zu interessanten Themen sowie Ausflüge und Geburtstagsfeiern
der Mitglieder des Frauenvereins.